Jugend forscht 2021

Trotz der niederschmetternden Absage des Jugend forscht-Wettbewerbs im letzten Schuljahr startete im September der Schuljahres 20/21 eine bunt gemischte Truppe guten Mutes in den Wahlkurs Jugend forscht – es durfte Präsenzunterricht stattfinden, die Schüler waren hochmotiviert, einige Projekte waren bereits gut vorangebracht.

Nachdem sich dieses Schuljahr nicht nur Kursleiter StR Kilian Betz zum ersten Mal an Jugend forscht heranwagte, sondern mit ihm auch noch 6 Schülerinnen und Schüler aus der 6. Jahrgangsstufe, waren die ersten Wochen dem Suchen und Finden eines Themas für jedes Team gewidmet. Hobbies, Musikinstrumente, Haustiere – nichts war tabu, um ein interessantes Forschungsobjekt daraus zu machen. Kaum hatten sich die Teilnehmer auf ein Projekt geeinigt, mussten sie die weiteren Arbeiten unter erschwerten Bedingungen leisten – der Landkreis ging in den Lockdown, die Schule wurde geschlossen. Die Jungforscher hatten so viel Motivation, dass sie auch in der Homeschooling-Phase ihre Projekte weiter vorantrieben, Roboter programmierten, Messungen vornahmen, Testreihen durchführten und die Ergebnisse zu einer schriftlichen Arbeit zusammenfassten. Betreuungslehrer Kilian Betz begleitete die Teilnehmer dabei online, gab Ratschläge zum weiteren Vorgehen, kommentierte die schriftlichen Arbeiten und hielt die Jungforscher bei der Stange.

Nachdem im Januar dann klar war, dass der Wettbewerb online stattfinden würde, mussten Präsentationen erstellt werden und so manches Jurygespräch umstrukturiert werden, um den neuen Bedingungen zu genügen.

Nach einem ausführlichen Probelauf mit Technikcheck eine Woche vor dem Wettbewerb wussten alle Teilnehmer, dass noch einiges an Feintuning nötig war. Mit großem Engagement und zeitlichem Aufwand schafften es schließlich alle, ihr Projekt zum großen Wettbewerbstag am 25. Februar fertigzustellen.

Die Projekte der einzelnen Gruppen:

Moritz Meindl und Christoph Frank (6. Klasse): Gießen auf Knopfdruck für Senioren

Ein Lego-Mindstorms-Roboter bewässert Pflanzen automatisch, falls man im Urlaub ist oder die Pflanzen vergessen würde.

Julinda Brahimaj und Alexa Maether (6. Klasse): Ich seh etwas was du nicht siehst

Kann ein Hase Farben und Formen erkennen? Die beiden trainierten ihr Haustier so, dass es auf ein Symbol auf dem Futternapf reagierte und stets den so markierten Futternapf ansteuerte.

Anna und Jakob Praxl (6. und 8. Klasse): Harfe spielen mit Genuss

Die beiden Geschwister ermittelten mit Lineal und Kraftmesser, wie weit und mit welcher Kraft Anna beim Harfespielen die Saiten dehnt. Daraus berechneten sie die Energie, die Anna für das ganze „Präludium“ von Bach benötigt, und rechneten diese in den Nährwert von Schokolade um. Das ernüchternde Ergebnis: Anna darf nur 4 mg Schokolade essen…

Max und Moritz Kökerbauer (7. Klasse und 9. Klasse): Der Shopping-Guard

Die Brüder waren mit ihrem Thema, das sie bereits 2019 für den letztes Jahr ausgefallenen Jugend forscht -Wettbewerb bearbeitet haben, ihrer Zeit weit voraus: Sie analysierten die Keime auf den Griffen von Einkaufswägen (viele, nicht lecker…) und erforschten die Wirksamkeit von antibakteriellen Tüchern als Griffschutz. Den besten Stoff verarbeiteten sie dann zu einem Schutzüberzug, der sich fast von alleine um den Griff des Einkaufswagens wickelt, und auch nach vielen Wäschen nachweislich antibakteriell wirkt.

Erik Stekli, Fabian Sagmeister und Leonard Geier (7. Klasse und 8. Klasse): Schweben – Physik oder Trick?

Die drei experimentierfreudigen Hobbyzauberer stellten eine bunte Mischung von Versuchen und Tricks vor, mit denen man Tischtennisbälle, Seifenblasen, Steine, Legomännchen und vieles mehr tatsächlich oder auch nur scheinbar zum Schweben bringt. Gekonnt deckten sie die Physik oder auch den Trick dahinter auf.

Felix Böhme und Andreas Faber (10. Klasse): Der Trink-Assistent

Auch hier wurde ein Projekt vom letzten Jahr noch weiterentwickelt: Hatten die beiden für den letztjährigen Wettbewerb bereits eine motorbetriebene Mechanik entwickelt, die den Verschluss einer beliebigen Flasche öffnet, so kam heuer noch ein Programm dazu, das den Nutzer des Flaschenöffners unter Berücksichtigung von Trinkmenge und Raumtemperatur per Signal auffordert, etwas zu trinken- ein optimaler Assistent für Senioren, die oft zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen.

Nach den Videokonferenzen mit den Jurygruppen mussten Betreuungslehrer und Teilnehmer noch etwas Geduld aufbringen, bis am nächsten Nachmittag bei der ebenfalls online stattfindenden Siegerehrung klar wurde, wer in den einzelnen Fachgebieten einen Preis erringen konnte:

– Sonderpreis Julinda und Alexa für Ich seh etwas was du nicht siehst
– 3. Platz Arbeitswelt Moritz und Christoph für Gießen auf Knopfdruck für Senioren
– 2. Platz Arbeitswelt Felix und Andreas für Trink-Assistent

– 2. Platz Biologie (keinen 1. Platz) Max und Moritz für Der Shopping-guard

– 1. Platz Physik Regionalsieger Jakob und Anna für Harfespielen mit Genuss

Die Schulleitung, Betreuungslehrer Kilian Betz und Andrea Renner gratulieren allen Teilnehmern, die ihre Arbeiten toll präsentiert haben und die Schule würdig vertreten haben! Im nächsten Jahr fahren wir wieder nach Passau, versprochen!!

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