Am Donnerstag, den 18.3.2010 hatten Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums die Möglichkeit, im Rahmen der Bildungsmesse Gern den Nanotruck zu besuchen. Dieser Ausstellungstruck reist mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch Deutschland, um Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Technologie der kleinsten Teilchen zu ermöglichen.

Im Inneren konnte man einen beeindruckenden Überblick über die Forschungs – und Anwendungsgebiete der Nanotechnologie gewinnen. Die Schüler durften selbst anhand von Ausstellungsstücken und kleinen Experimenten erfahren, in welchen Bereichen des täglichen Lebens die Nanoobjekte bereits eingesetzt werden. Dabei geht das Spektrum vom allseits bekannten Lotuseffekt über kratzfeste Autolacke und fälschungssichere Geldscheine bis hin zum Einschleusen von Nanopartikeln in Krebszellen, um diese gezielt abzutöten. Die Mitarbeiter des Nanotrucks verdeutlichten, dass in naher Zukunft mindestens jeder zehnte Arbeitsplatz mit der Entwicklung der Nanotechnologie verknüpft sein wird.
Am Nachmittag hatte dann noch der Leistungskurs Physik die Gelegenheit, ein experimentelles Praktikum im Truck durchzuführen. Unter der Anleitung von Dr. Kollecker durften die Kollegiaten eine Farbstoffsolarzelle herstellen. Derartige organische Solarzellen könnten eine neue Ära der Photovoltaiktechnik einleiten, da sie mit günstigen Rohstoffen die Herstellung leichter und gleichzeitig flexibler Solarzellen ermöglichen. Mit einfachsten Mitteln wie Hibiskustee als organischem Farbstoff wurden innerhalb einer Stunde sechs Solarzellen gebaut, deren Funktionsweise anschließend bei strahlendem Sonnenschein vor dem Truck getestet wurde: Wenn man alle Zellen in Reihe schaltete, konnte man das Soundmodul einer Glückwunschkarte betreiben, ein (allerdings eher gequält klingendes) Happy Birthday ... erklang!
Andrea Renner
Alles nano - oder was?
Impressionen von der Bildungsmesse
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. August 2011 13:23
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