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„Jugend forscht“–Wettbewerb 2014

Auch in diesem Schuljahr konnte am Gymnasium Eggenfelden ein Wahlkurs "Jugend forscht" eingerichtet werden. Im September machten sich die 11 Schüler auf die Suche nach einem geeigneten Thema. Ob ein persönliches Hobby, eine Erfahrung aus dem Alltag oder ein faszinierender Fernsehbericht, zahlreiche Anregungen wurden geliefert, geprüft und manchmal auch wieder verworfen. Schließlich bildeten sich vier Teams mit Schülern der 8. Klassen heraus, die jeweils einen Wettbewerbsbeitrag in Angriff nahmen.

Von rechts: Schulleiter Markus Enghofer, Joe Fittschen, Jonas Völlinger, Tobias Goldmann, Christian Huber, Jan Kürmeier, Simon Frank und Martin Uttendorfer mit Betreuungslehrerin Andrea Renner

Das erste Team aus Joe Fittschen, Tobias Goldmann und Christian Huber setzten sich zum Ziel, den Magnuseffekt zu erforschen. Dabei wirkt auf einen rotierenden Zylinder, der seitlich von einem Luftstrom erfasst wird, eine Kraft nach oben. Dieser Effekt wurde zum Beispiel zum Bau sogenannter Flettnermotoren als Schiffsantrieb genutzt. Die Forscher konnten ein Modell herstellen, an dem die Kraft veranschaulicht wurde. Zudem tüftelten sie einen Freihandversuch aus, der den Magnuseffekt eindrucksvoll demonstriert. Am Bau eines Drachens, der mit Hilfe des Magnuseffekts fliegt, wird momentan noch gearbeitet, das Ganze erwies sich als deutlich aufwändiger als gedacht.

Team zwei, bestehend aus Uli Hansbauer, Jan Kürmeier und Jonas Völlinger, hatte eine tolle Idee zum Schutz von Radfahrern insbesondere im Überlandverkehr: Sie wollten einen Sensor bauen, der den Radler vor einem sich von hinten annähernden Fahrzeug warnt, so dass der Radfahrer entsprechend vorsichtig agiert und auf den überholenden Wagen eingestellt ist. Nach einigen Misserfolgen bei der Suche nach einem passenden Sensor konnte endlich das richtige Bauteil aufgetrieben werden. Nun mussten die drei lediglich noch das Signal vom Sensorausgang auf elektronischem Weg weiterleiten, dass eine LED am Lenker des Rads leuchtet, wenn der Sensor auslöst. Auch das ließ sich nach einigen Fehlversuchen letztendlich realisieren, so dass einer Wettbewerbsteilnahme nichts mehr im Wege stand.

Die dritte Gruppe mit Simon Frank und Martin Uttendorfer hatte sich vorgenommen, ein biologisch-chemisches Thema zu bearbeiten: Sie bauten aus Kanistern und einem Wärmebecken mit Aquarienheizung eine Mini-Biogasanlage, die sie mit Gartenabfällen unterschiedlicher Art befüllten. Einmal in Gang gebracht, produzierte die Anlage mit Tomatenstaudenresten im Laufe von zwei Wochen über 5 Liter Gas, das mit Mylarballons aufgefangen wurde. Dann kam der spannende Moment: Besteht das Gas aus Methan, so kann es leicht entzündet werden, setzt es sich „nur" aus CO2 zusammen, ist es für die Energiegewinnung wertlos! Das Gas bestand die Flammenprobe mit Bravour, so dass die beiden Forscher eine hervorragende Alternative zur herkömmlichen Beschickung der Biogasanlagen mit Mais realisieren konnten.

Das Team von Dominik Seitz, Luca Landherr und Jonas Eschlbeck hatte sich ebenfalls ein schwieriges Ziel gesetzt: Sie wollten die Energie aus der Bergabfahrt einer Modelleisenbahnlok gewinnen und wiederverwenden.

Trotz aufwändiger Präparation von Waggon und Schiene wollte es nicht gelingen, die nötige Energie für den Betrieb eines noch so kleinen Geräts rückzugewinnen. Daher gaben die drei Teilnehmer leider quasi in letzter Minute auf und zogen ihr Projekt zurück, obwohl doch gerade das Tüfteln und Ausprobieren die zentrale Forschungsaufgabe ist und die ja vorbildlich gemeistert wurde.

So traten schließlich am 27. Februar drei Mannschaften in Passau beim Regionalwettbewerb Jugend forscht in Niederbayern an, um einer fachkundigen Jury und am nächsten Tag auch der Öffentlichkeit ihre Projekte vorzustellen. Zwei erlebnisreiche Tage waren geboten, in denen man auch genügend Gelegenheit hatte, die Forschungsarbeiten der insgesamt über 130 angetretenen Teams zu bestaunen und sich viele Anregungen für den nächsten Wettbewerb zu holen.

Bei der Siegerehrung am zweiten Tag stellte sich heraus, wie die Jury die Arbeiten der Eggenfeldener Gymnasiasten beurteilten:
Die „Erforschung des Magnuseffekts" holte im Fachgebiet Physik einen ausgezeichneten dritten Platz, das Radarwarnsystem für Radler konnte sich unter 17 Arbeiten im Fachgebiet Technik auf den hervorragenden zweiten Rang platzieren und die „Erforschung unkonventioneller Biomasse" wurde unter 14 im Fachbereich Biologie angetretenen Arbeiten nur knapp von einer Untersuchung zu Inhaltsstoffen von Gemüse geschlagen. Zusätzlich erhielten Martin und Simon noch einen hoch dotierten Sonderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz für ihre innovative Arbeit.

Allen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch zu ihren Erfolgen und weiterhin viel Freude am Forschen und Entdecken!!

Andrea Renner

Zuletzt aktualisiert am Montag, 06. Oktober 2014 21:13

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