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Drogenprävention

Harter Weg aus der Sucht: Von Hundert kam nur einer durch

Drogenpräventionstag des Karl-von-Closen-Gymnasiums stößt auf großes Interesse - Podiumsdiskussion mit ehemaligem Junkie

Zum zweiten Mal fand in der Aula des Karl-von-Closen-Gymnasiums ein Suchtpräventionstag für die Schüler der 8. Klassen statt. Bei einer Podiumsdiskussion und in mehreren Arbeitskreisen erhielten die Gymnasiasten umfassende Informationen über verschiedene Aspekte der Sucht. Auch hatten sie die Gelegenheit, das Gehörte aktiv umzusetzen. Der Aktionstag wurde letztes Jahr vom Arbeitskreis Suchtprävention ins Leben gerufen, der sich aus Eltern und Lehrern zusammensetzt.

Der Schwerpunkt des Aktionstags lag wieder auf dem Alkoholkonsum; denn in vorab durchgeführten Umfragen hatte sich herausgestellt, dass schon zwei Drittel der 13- bis 14-Jährigen Erfahrungen mit diesem gesellschaft- lich anerkannten Suchtmittel gemacht haben. Allerdings, so Direktor Dr. Franz Bogdany in seinen Eröffnungsworten, habe das Closen-Gymnasium im Vergleich zu vielen anderen Schulen in Deutschland „verhältnismäßig wenig Probleme damit“. Umso mehr ein Grund für frühzeitige fundierte Aufklärung, findet der Arbeitskreis: Magelone Diehl-Zahner, Elternbeiratsvorsitzende und Leiterin des Arbeitskreises, wies darauf hin, dass die Schüler in den Umfragen ein „enormes Informationsbedürfnis“ gezeigt hätten.

German Hasreiter (Bildungswerk Altötting/Mühldorf) moderierte die Podiumsdiskussion. „Alkohol wird als Desinfektionsmittel benutzt. Wenn es Bakterien tötet, dann könnt ihr euch vorstellen, was es in eurem Körper anrichtet“, meinte Dr. Martina Baumann-Aigner (Anästhesistin und Intensivmedizinerin). „Drogen als Suchtmittel sind zwar spektakulärer, aber Alkohol wirkt schleichend und ist außerdem legal. Deswegen sind die Auswirkungen von Alkohol am schlimmsten.“ Dr. Oskar Bärlehner, in der Suchtberatung im Kreisjugendamt tätig, erinnert sich: „Wir haben viele Vorträge über Drogen und sonstige Suchtmittel gehalten, aber nur eines ist entscheidend: Zusammen mit den Kindern, den Eltern und anderen Betroffenen das Leben inhaltlich so sonnig zu gestalten, dass jeder sagen kann: Das Leben ist schön, ich brauche diese Dinge nicht.“

Die meisten Fragen stellten die Schüler Thomas Vaasen, der „sechs Jahre lang an der Nadel hing“, diese Zeit als „Hölle auf Erden“ beschrieb und dank erfolgreicher Therapie seit 13 Jahren wieder ein normales Leben führen kann. Einige erkundigten sich danach, wie Vaasen von den Drogen frei wurde. „Als ich aus dem Knast kam, wurde ich von Christen aufgenommen. Das hat mir gefallen, weil sie so gut drauf waren. Daraufhin habe ich mich für eine christliche Therapie entschieden. So bekam ich Hoffnung im christlichen Gott, und ich bin dabei geblieben.“ Aber er schränkte gleich ein: „Ihr sollt wissen, dass ich von den etwa 100 Leuten aus jener Zeit der einzige bin, der übrig geblieben ist. Fast alle anderen sind gestorben, die restlichen sind im Knast.“

Nach der Pause hatten die Schüler Gelegenheit, die Thematik in kleineren Gruppen zu vertiefen umzusetzen. Im Computerraum holten Schüler Informationen über Suchtthemen aus dem Internet. Eine Gruppe befasste sich mit Essstörungen. Es wurden Plakate angefertigt, eine Theatergruppe inszenierte Sketche und ein Hörspiel zum Thema „Alkohol in der Gesellschaft“.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 26. August 2011 21:52

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