StartseiteAktivitätenVeranstaltungenLernen lernen am Karl-von-Closen-Gymnasium

Lernen lernen am Karl-von-Closen-Gymnasium

Das Lernen lernen ist in die nächste Runde gegangen: Am 11. Januar 2010 fand eine Präsentation zum Thema "Das Lernen lernen" statt, zu dem alle interessierten Eltern und Lehrer herzlich eingeladen waren.
Vertieft werden konnte das hier Gehörte am 29. und 30. Januar 2010. Die Informationen zum Kurs für die Schüler und die Eltern entnehmen Sie bitte dem Elternbrief.

Nachdem zu dem Vortrag von Wilfried Helms Ende Januar 200 Eltern und auch Lehrkräfte in die Aula des Gymnasiums gekommen waren und den Ausführungen über Lernen aufmerksam gelauscht hatten, wurde die Nachfrage nach einer Vertiefung laut. So kamen vergangenes Wochenende (eingeladen von Schule und Elternbeirat) 160 Schüler und 50 Eltern  freiwillig und interessiert in das Karl-von-Closen-Gymnasium um das Lernen zu lernen. Die Rahmenbedingungen waren ideal, da auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam. Dank der neuen Küche unter der Regie des Ehepaars Frank bekamen die Teilnehmer an beiden Tagen eine warme Mahlzeit wie bei Mutter zu Haus.

In einem Blockseminar - verteilt auf Freitag Nachmittag und den gesamten Samstag – trainierten die Schüler in sieben Gruppen die Optimierung von Lerntechniken. Als Gruppenleiter fungierten angehende Junglehrer, die  mit dieser Arbeit ihr Studium finanzieren und -  noch wichtiger - elementare pädagogische Erfahrungen sammeln und so universitäre Theorie mit schulischer Praxis vernetzen. Die Leiter erarbeiteten mit den Schülern wichtige Lerntipps wie „Ich lerne mit allen Sinnen: Sehen, Hören, Fühlen und Bewegung.“, „Ich wiederhole.“, „Ich verändere die Reihenfolge, um über die Fakten einzeln zu verfügen.“ und besonders wichtig „Ich freue mich über meinen Lernerfolg!“

Die interessierten Schüler wurden kindgerecht in die moderne Hirnforschung eingewiesen: das Ultrakurzzeitgedächtnis ist der Filter, der die Informationen 20 Sekunden speichert; das Kurzzeitgedächtnis verwaltet das Wissen als Zentrale 20 Minuten lang; das Erreichen des Speichers, des Langzeitgedächtnisses, dauert eine Stunde. Ist das Gelernte dort angelangt, bleibt es für immer; vorausgesetzt, der Schüler wiederholt. Denn unser Gehirn arbeitet ökonomisch. Es behält nur das, was immer wieder aktiviert wird. Alles andere wird vergessen. Der Arbeit mit der  Lernkartei liegen diese Erkenntnisse zu Grunde. Täglich werden sieben Vokabeln gelernt; die Dosis, die das Ultrakurzzeitgedächtnis optimal aufnehmen kann. Die Lernkärtchen wandern als erstes ins ‚Wartezimmer’, werden abends wiederholt und wechseln dann ins ‚Schlafzimmer’. Dort werden sie täglich nachmittags hervorgeholt und im ‚Wohnzimmer’ abgelegt. Immer montags werden alle 35 Vokabeln repetiert und am Monatsanfang 140, wofür man nicht länger als 12 Minuten braucht. Die ins Archiv abgelegten Karten werden in halbjährlichem Rhythmus aufgefrischt.

„Der Zeitpunkt des Seminars jetzt zum Halbjahr ist optimal,“ sagt Lisa Bachmeier (7. Klasse) „ich werde gleich mit der neuen Methode Vokabeln zu lernen beginnen.“ Theoretisch ist somit alles klar, wäre da nicht der tägliche Kampf mit dem inneren Schweinehund. Ein erfolgreiches Mittel sich zu überwinden ist die Selbstmotivation. „Wenn ich mit dem Lernen fertig bin, kann ich tun und lassen, was ich will und muss mich nicht noch mal hinsetzten!“, hilft sich Esther Zahner (7. Klasse)  auf die Sprünge.

Zwei Gruppen von Schüler beschäftigten sich mit den Grundfragen und der Einübung der  Rhetorik. Die theoretischen Einführungen unterforderten die Schüler; sie machten ihren eigenen Lehrkräften große Komplimente. „Vor jedem Referat hören wir die Grundregeln, wie ein Vortrag aufgebaut sein soll. Das wirklich Gute an dem Seminar war die kritische Auseinandersetzung mit den von den  Schüler gehaltenen Reden. Das hat echt etwas gebracht. Die Zeit, individuell auf die Einzelnen einzugehen und an Redetechniken zu feilen, gibt es im Schulalltag nicht.“, lautet das Fazit von Max Zeller (10. Klasse).

Der Leiter des Instituts MIND UNLIMITED, Wilfried Helms, vertiefte im samstägigen Elternseminar die Ausführungen seines Vortrags. Die Eltern lernten parallel zu ihren Kindern Wissenswertes über die verschiedenen Lerntypen, das Lernen durch das Hören, das Sprechen, das Fühlen und durch Bewegung. Jeder Mensch trägt alle Veranlagungen in sich, sie sind jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt. „Seit ich in dem Seminar lernte, dass es Typen gibt, die besser lernen, wenn laute Musik läuft, ist unser Familienalltag viel friedlicher.“, erklärte die Elternbeiratsvorsitzende Magelone Diehl-Zahner.

Ebenso wie die Kinder wurden auch die Eltern in die Handhabung der Lernkartei eingeführt und erhielten Tipps, wie sie ihre Kinder durch eine Verschiebung des Blickwinkels  motivieren können. „Ich habe gelernt, dass es wichtiger ist,  ein Kind, das sich selbst über eine schlechte Klassenarbeit grämt,  aufzubauen und auf das hinzuweisen, was es alles richtig hat. Selbst wenn es in einem Diktat von 100 Wörtern mit 17 Fehler die Note 5 bekommt, so hat es doch 83 Wörter richtig.“, formuliert Sieglinde Albersdörfer einen persönlichen Lernerfolg.  „ Eine andere wichtige Erfahrung war für mich der lange Schultag. Ich verstehe die Erschöpfung meines Sohns jetzt besser.“

Die überwiegend positive Resonanz auf das Seminar ermutigt den Elternbeirat, sich in diesem Sinne weiter zu engagieren. Es bietet sich an, das „Lernen lernen“ für Schüler und Eltern in zweijährigem Rhythmus durchzuführen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 26. August 2011 23:40

Aktivitäten

Werbung im Jahresbericht

Sie haben Interesse im nächsten Jahresbericht unserer Schule eine Werbeanzeige zu schalten?

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unser

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Adresse/ Kontakt

Ultimate Browsers SupportKarl-von-Closen-Gymnasium
Gerner Allee 1
84307 Eggenfelden
Tel.: (08721) 126200
Fax: (08721) 126228

Alle Kontaktdaten ...

Lage und Anfahrt

Anfahrt zum KvCEggenfelden ist über die B388 von Vilsbiburg bzw. Pfarrkirchen leicht zu erreichen.

Lesen Sie weiter ...

Zum Anfang