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K.i.d.Z. 21

„K.i.d.Z.“ steht für Kompetent in die Zukunft und bezeichnet ein Kooperationsprojekt des Karl-von-Closen-Gymnasiums mit dem Geographischen Institut der Universität Innsbruck unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Stötter. Was einst vielleicht für manche als bloßes Klimaprojekt unter vielen anderen angesehen worden ist, hat sich mittlerweile zu einem so festen und professionellen Gesamtkonzept entwickelt, dass aus der bloßen Kooperation ein Vertragswerk geworden ist, welches nicht nur die mittelfristige Zusammenarbeit sicherstellt, sondern auch die Grundlage dafür ist, dass dieses Projekt im österreichischen Lehrplan für Geographie an höheren Schulen curricular verankert ist.

Auch auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst wird über das Projekt des Karl-von-Closen-Gymnasiums berichtet: http://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/2538.html

K.i.d.Z.21-Logo 2012/13
K.i.d.Z.21-Logo 2013/14
K.i.d.Z.21-Logo 2014/15

Obergurgl-Zeitung 2017

Obergurgl-Zeitung 2017

Hier findet ihr die überarbeitete Version der Obergurgl-Zeitung 2017 zum Download

Zuletzt aktualisiert am Montag, 17. Juli 2017 08:41

1. Common Future – Jugendkongress in Bremerhaven

1. Common Future – Jugendkongress in Bremerhaven

Am 4. Mai 2017 um 6.30 Uhr treffen wir (Sophia, Emma, Lena und Maxi) und unser Lehrer Herr Hemberger uns um die lange Reise nach Bremerhaven zum 1. Common Future Jugendkongress zu starten. In München stößt dann noch unsere Kooperationspartnerin Sandra Parth hinzu, die von Innsbruck gekommen ist. Nach 9 Stunden Bahnfahrt kommen wir endlich in Bremerhaven an. Mit dem öffentlichen Bus erreichen wir unsere Unterkunft namens „Havenhostel". Dort werden wir über den Ablauf der nächsten Tage informiert und füllen unsere Steckbriefe aus.
Nachdem dies geschehen ist, beziehen wir die Zimmer. Um 18.00 Uhr gibt es ein leckeres Abendessen und danach bereiten wir unser Plakat für die morgige Vorstellung des Projektes "EKidZ - Teach Your Parents Well" vor. Um ca. 20.30 Uhr verschwinden wir, müde von der Fahrt, aber auch gespannt, was uns am nächsten Tag erwarten wird, in unseren Zimmern.

      

Nach dem Aufstehen und dem Frühstücken fuhren wir um 8:00 Uhr zum Fischbahnhof um unser Projekt zu präsentieren und an den Workshops teilzunehmen. Um 9 Uhr wurden alle Teilnehmer von Dr. Katrin Rehak-Nitsche begrüßt und anschließend wurde ein Telefonat mit Verena Mohaupt von AWIPEV in Norwegen geführt. Danach, in der Kennenlernphase, lernten wir andere Projekte und deren Teilnehmer etwasbesser kennen, indem wir mit den „Füßen" auf spezielle Fragen antworteten.
Um 9:50 fand der „Markt der Projekte" statt, in dem wir den zu Verfügung gestellten Platz nutzten, um die Absichten unseres Projektes darzustellen und auf Fragen der Interessierten zu antworten. Danach fand der „Impuls-Workshop I" statt, bei denen Lehrer und Schüler über bestimmte Themen des Klimawandels, wie zum Beispiel Umweltpsychologie, aufgeklärt wurden. Um 12:15 Uhr war dann auch schon die Mittagspause, die wir nicht nur nutzten um zu essen, sondern auch um sich mit anderen Teilnehmern zu unterhalten.

Nach der leckeren Mahlzeit ging es auch schon spannend weiter, mit dem Besuch von Professor Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz aus Bremen, welche sich nach einer informativen Rede geduldig den Fragen der Teilnehmer stellte. Nach einer kurzen Denkpause teilte sich die Tagung in zwei Gruppen auf, 30 Ausgewählte durften auf das Forschungsschiff „Polarstern", wo sie einer interessanten Führung beiwohnten und eine Menge über das Forschen am Polarkreis erfuhren (Teilnehmerin: Lena), während alle anderen dem Klimahaus in Bremerhaven einen Besuch abstatteten.

Dort durften wir durch die verschiedenen Klimazonen einmal um die Welt reisen, Gletscher untersuchen und Wüsten durchqueren und am Ende den sehr interessanten Vortrag des ehemaligen Astronauten und Berater des Generaldirektors der European Space Agency Dr. Thomas Reiter genießen. Zurück am Fischbahnhof wurden die beiden Gruppen wieder zu einer großen und genossen das gemeinsame Abendessen, auf welches ein kurzer Bericht von Teilnehmern der beiden Exkursionen folgte, um der jeweils anderen Gruppe ein Bild über ihren Tag zu verschaffen. Nach einem entspannenden Ausklang kehrten wir mit unseren Betreuern in das „Havenhostel" zurück und träumten dem dritten Projekttag entgegen.

Der dritte Tag startete erneut mit einer Begrüßung des Moderators Dr. Albert Kümmel-Schnur um 9:00 Uhr im Fischbahnhof. Nach der Begrüßung ging es in die zweite Runde des Marktes der Projekte und weitere Projekte konnten vorgestellt und begutachtet werden. Um 10:15 Uhr wurden dann weitere Workshops angeboten und wir besuchten den Workshop „Umweltjournalismus", wo wir uns dann mit einer Studie auseinander setzen konnten und erfahren durften, wie Umweltjournalisten bei ihrer Arbeit vorgehen. Nach einer kurzen Denkpause begann auch schon der letzte Programmpunkt. Dies war ein Panel zur Digitalisierung und Nachhaltigkeit, was hauptsächlich von vorher ausgewählten Personen, wie zum Beispiel Professor Dr. Andreas Möller von der Leuphana Universität Lüneburg oder einer vorher ausgewählten Schülerin, geführt wurde. Aber auch das Publikum und somit auch wir Schüler hatten ein Mitspracherecht. Schließlich wurden alle herzlich verabschiedet und ein Lunchpaket für die Heimfahrt eingepackt. Danach stiegen alle in die Busse und wurden zum Bahnhof gebracht. Hier starteten dann alle 19 teilnehmenden Teams ihre Heimreise und wir stiegen in den Zug nach Bremen.

Ein bisschen traurig, dass diese spannenden drei Tage jetzt vorüber waren, aber auch voller Vorfreude auf Zuhause, kamen wir dann pünktlich um 0.13 Uhr wieder in Eggenfelden an.

Von Emma Riedler, Maximilian Brummer, Lena Girnhuber und Sophia Breu
(bearbeitet und mit Bildern ergänzt von Heinz Hemberger)
Bildmaterial: Rupert Warren und Heinz Hemberger

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 30. Mai 2017 10:42

Zweites eKidz-Forschungsseminar 2017

Zweites eKidZ-Forschungsseminar

am 9.-11. März 2017 Neuschönau (Bayerischer Wald)

Am Donnerstag, den 09.03.2017 beginnt für 20 Schüler der 8. Jahrgangsstufe und drei Lehrer des Karl-von-Closen-Gymnasiums Eggenfelden im Rahmen des eKidZ-Projekts, welches die Wirkung von Umwelt-Schulprojekten wie KidZ auf die Eltern erforscht, das zweite eKidZ-Seminar in Neuschönau, welches bis zum Samstag, den 11.03.2017 andauert.

Um 09:50 Uhr startet für die Projektteilnehmer, nach dem für die ganze Jahrgangsstufe verpflichtenden VERA-Test am Carl-von-Closen-Gymnasium, die ca. zweistündige Busfahrt zur Jugendherberge Waldhäuser in Neuschönau, wobei die Projektkollegen Sandra Parth, Prof. Stötter und Dr. Höferl aus Innsbruck dazu stoßen. Nach der Ankunft in der Jugendherberge um ca. 12:00 Uhr und dem anschließenden Mittagessen starten die 20 Schüler aufgeregt in die ersten Arbeitssitzungen, die den ganzen Nachmittag andauern sollen und in denen die von den Schülern bis dahin selbst entworfenen Fragebögen besprochen und die einzelnen Fragen in die Bereiche Wissen, Einstellung und Verhalten eingeteilt und verbessert werden. Zwischendurch bekommen die Kinder Zeit, sich um ihre Zimmer zu beziehen und um 18:00 Uhr das erste Abendessen in der Unterkunft zu genießen. Nach dem ersten Arbeitstag, der um 20:00 Uhr beendet ist, richten die Schüler ihre Zimmer noch fertig ein und schauen gemeinsam fern – um 22:30 Uhr ist schließlich Bettruhe angesagt.

Am Freitag um 08:30 Uhr geht es nach dem Frühstück für alle Projektteilnehmer mit dem Bus zum Technologie-Campus in Freyung, wo sie von Stefan Küspert, einem Mitarbeiter der Technischen Hochschule Deggendorf, freundlich begrüßt und herumgeführt werden. Daraufhin werden zunächst einige Gruppenübungen, u.a. ein Planspiel zur Verortung von Windrädern im Kreis Freyung absolviert, auf welche nach dem Mittagessen im örtlichen Café Eberle eine Situationskartierung in der Innenstadt Freyung folgt, bei der die Schüler in die drei Gruppen Mobilität, Einzelhandel Lebensmittel und Einzelhandel Textilien aufgeteilt werden, um umweltfreundliche Produkte und Verkehrsmittel aufzufinden und diese dann mit einer Kurzbeschreibung, einem entsprechenden Foto und mit dem aktuellen Standort versehen auf der Internetseite PUBinPLAN, einer eigens von der TH Deggendorf entwickelten App zu vermerken. Im Anschluss werden die Ergebnisse besprochen und ein kleiner Preis verliehen, den die Gruppe für den Einzelhandel Textilien erhält. Um 17:00 Uhr kehrt die Gruppe zur Jugendherberge zurück, woraufhin nach dem Abendessen in einer Feedback-Gesprächsrunde der Tag mit den Lehrern und Sandra Parth noch einmal besprochen wird, der Tag klingt mit einer kleinen Party von Schülerseiten und gemütlichem Beisammensein der Lehrer aus. Am letzten Tag in Neuschönau wandern die Projektteilnehmer mit Frau Kirsten Wommer, einer Führerin des Nationalparks Bayrischer Wald, viel Lust und einem jeweils selbst zusammengestellten Lunch-Paket noch auf den Lusen, einen Berg im Bayrischen Wald. Oben angekommen werden als Erstes die Aussicht und der Proviant genossen, eine halbe Stunde später wird der Rückweg angetreten. Erschöpft, aber glücklich kommen die Projektteilnehmer um 14:00 Uhr wieder an der Jugendherberge an, wo ihr Gepäck verladen wird und alle in den Bus nach Eggenfelden steigen.
Es ist schade, dass die drei spannenden Tage in Neuschönau vorbei sind, doch die Aussicht und damit verbundene Vorfreude auf mindestens zwei weitere Projektjahre bleiben bestehen.


Sophia Breu, 8a

Zuletzt aktualisiert am Montag, 20. März 2017 16:29

Projekt eKidZ am Karl-von-Closen-Gymnasium - junge ForscherInnen zum ersten Workshop in Innsbruck

Im Rahmen des Projekts „eKidZ- teach your parents well", das von der Robert-Bosch-Stiftung mit 41.000 Euro gefördert wird und mit einer zusätzlichen großzügigen Spende der HypoVereinsbank über 500 Euro im Rücken, ging es für drei betreuende Lehrkräfte und 20 ausgewählte SchülerInnen der 8. Klassen des Karl-von-Closen-Gymnasiums Eggenfelden am frühen Morgen des 1. Dezember für drei Tage nach Innsbruck zu einem ersten Forschungsaufenthalt an der Uni Innsbruck.

Übergabe der Spende für eKidZ mit Frau Vogel von der HypoVereinsbank und Schulleiter OStD Markus Enghofer

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 25. Februar 2017 23:25

Weiterlesen: Projekt eKidZ am Karl-von-Closen-Gymnasium - junge ForscherInnen zum ersten Workshop in Innsbruck

KidZ Kick-Off 2016: Nachhaltige Zukunft am Karl-von-Closen-Gymnasium

Das Siegerlogo des KidZ-Projekts 2016 von Paul Utz (Klasse 8d)

Bereits zum vierten Mal geht das große Nachhaltigkeitsprojekt „KidZ – Kompetent in die Zukunft" in eine neue Runde. Angestoßen wurde dies durch den Stellvertreter des Gymnasiums, StD Heinz Hemberger. Durch seine guten Kontakte zu Prof. Hans Stötter von der Universität Innsbruck konnte diese auch im Fachbereich Geographie sehr renommierte Forschungseinrichtung als dauerhafter Kooperationspartner des Karl-von-Closen-Gymnasiums gewonnen werden. Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe arbeiten das ganze Schuljahr an Projekten zum Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel. Abgeschlossen wird diese Phase alljährlich durch einen fünftägigen Aufenthalt im Forschungszentrum der Universität in Obergurgl (Ötztal). Zur großen Auftaktveranstaltung geben sich traditionell bekannte Wissenschaftler ein Stelldichein. Hauptrednerin war heuer Prof. Dr. phil. Helga Kromp-Kolb, Leiterin des Zentrums für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur in Wien.

Der Hauptvortrag der KidZ-Eröffnungsveranstaltung: Die renommierte Klimaforscherin Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb von der Universität für Bodenkunde aus Wien

In seiner Begrüßung ging der Schulleiter OStD Markus Enghofer auf den letztjährigen Gastredner Prof. Dr. Ottmar Edenhofer vom Potsdam Institut für Klimaforschung ein und stellte fest, dass nach dem Klimagipfel von Paris anscheinend „die Erkenntnisse und Warnungen der Klimaforschung ernstgenommen werden." Weiters freute sich der Schulleiter eine Abordnung der Universität Passau mit Prof. Dr. Dieter Anhuf, PD Dr. Thomas Fickert und Akad. Dir. Dr. Gerd Bauriegel begrüßen zu können. Die Wissenschaftler standen bereits am Vormittag in verschiedenen Workshops für die Fragen der Schüler zur Verfügung. Vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz war der Referatsleiter für Umweltbildung und Bildung zur Nachhaltigkeit MR Dr. Christoph Goppel zu Gast, der in seinem kurzweiligen Grußwort die Schüler animierte, „zu Treibern zu werden, nicht zu Getriebenen". Er stellte drei „B"s in den Mittelpunkt: „Sie alle sind Betroffene am Weltgeschehen, Beteiligte am Projekt und werden jetzt zu Begeisterten!" Die Gemeinschaft müsse das „Ich" weglassen und zu einem „Wir" umformulieren. Das erfordere Mut.

Bereits am Vormittag fanden die Workshops statt, bei denen die Schüler ihre Fragen an die Experten richten konnten, hier mit MR Dr. Christoph Goppel (links) und stellvertretendem Schulleiter StD Heinz Hemberger (rechts).

Im Anschluss fand die Siegerehrung des diesjährigen Logo-Wettbewerbs statt. Im Kunstunterricht gestalten alle Schüler der 8. Jahrgangsstufe ein Logo für das aktuelle Wettbewerbsjahr, in einer Abstimmung wird der Sieger gekürt. Das diesjährige KidZ-Logo hat Paul Utz (Klasse 8d) entworfen, auf den Plätzen zwei und drei landeten Luisa Bittl (8b) und Vanessa Wiesinger (8c).

Die Siegerlogos können durch die Förderung und Unterstützung der KlimaKunstSchule auf Fahnen gedruckt werden und sind somit zukünftig in der Schule für alle zu sehen.

Die strahlenden Sieger des Logo-Wettbewerbs (v.l.n.r): StD Heinz Hemberger, Schulleiter OStD Markus Enghofer, Sieger Paul Utz, Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Zweitplazierte Luisa Bittl (8b), Prof. Dr. Hans Stötter und die Drittplazierte Vanessa Wiesinger (8c).

Prof. Dr. Hans Stötter umriss die wichtigen Eckpfeiler des Projekts, bei dem vor allem die Folgen des Klimawandels im Mittelpunkt stehen: Es sei interdisziplinär, da es fächerübergreifend durchgeführt werde und beinhalte einen transdisziplinären Dialog zwischen Schule und Wirtschaft. Abgeschlossen werde dies dann im hochalpinen Gelände durch forschendes Lernen. Zum Hauptreferat begrüßte er seine Kollegin, Frau O.Univ.Prof.Dr.phil. Helga Kromp-Kolb, die mit vielen wissenschaftlichen Preisen im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurde.

Prof. Hans Stötter holte die Schüler bei seinem Vortrag direkt ab.

In ihrem schülernahen Multimediavortrag verglich sie die Erde mit einem Raumschiff, das nur über begrenzte Vorräte verfügt und auch nur eine gewisse Menge Abfall bewältigen kann. Anhand von animierten Filmen erklärte sie den systematischen Temperaturanstieg. „Klimawandel findet statt, das ist nicht zu bezweifeln." Prof. Dr. Kromp-Kolb stellte als eine der Ursachen für den arabischen Frühling und die momentane Flüchtlingskrise auch den Klimawandel dar: Durch Dürrejahre von 2006 bis 2011 im östlichen Mittelmeerraum war dort 60% des Landes und 85% der Viehherden betroffen, was zur Landflucht führte. Die dortigen Städte konnten die zuwandernde Bevölkerung jedoch nicht aufnehmen, was nach ihrer Aussage den Bürgerkrieg ausgelöst bzw. verschärft habe.

Die renommierte Klimaforscherin Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb

Das zweite große Problemfeld das sie beleuchtete, war der Anstieg des Meeresspiegels: „Dadurch müssen bis Mitte des Jahrhunderts weitere 150 bis 200 Millionen Menschen fliehen." Anhand des Abschmelzens des Artik-Eises machte sie den selbstverstärkenden Effekt deutlich. Bei den Ursachen des Klimawandels sah sie den Lebensstil des Menschen an erster Stelle. Der Mensch sei zu Reaktionen gezwungen, die aus der Anpassung, Geo-Engeneering (technische Erfindungen) und vor allem in einer Minderung des CO2-Ausstoßes bestünden. Sie gab zahlreiche praktische Tipps wie auch die Schüler konkret handeln können und ihren Beitrag dazu leisten können. Das vielzitierte Pariser Abkommen lasse eine Veränderung im Denken erkennen, die auch dringend notwendig sei. Prof. Kromp-Kolb forderte in ihrem Schlussappell einen Kulturwandel: „Man muss Werte überdenken und neu ordnen, z. B. das Wachstum und vor allem längerfristig denken!"

StD Heinz Hemberger bedankte sich schließlich noch bei allen Teilnehmern und vor allem bei den Mitorganisatoren OStR Simon Schiller und StR Matthias Röckl. Das erfolgreiche Projekt soll auch auf andere Gymnasien ausgedehnt werden, so dass Abordnungen des Aventinus-Gymnasiums Burghausen und des St. Gotthard-Gymnasiums Niederaltaich in Eggenfelden zugegen waren.

Tobias Birchinger
Fotos: Thomas Urlbauer

k.i.d.Z.21 – kompetent in die ZukunftLogo Klimaenergiefonds
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Austrian Climate Research Programme" durchgeführt.

http://kidz.ccca.ac.at

 

Ein weiterer Förderer des Projektes K.i.d.Z. im Jahr 2016 ist:
Logo der KlimaKunstSchule

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29. März 2016 16:35

Das hintere Ötztal ruft – Kooperationsprojekt K.i.d.Z. 21 bereits drei Mal erfolgreich durchgeführt

K.i.d.Z.21-Logo 2012/13
K.i.d.Z.21-Logo 2013/14
K.i.d.Z.21-Logo 2014/15

Nach den ersten drei überaus erfolg- und für alle Beteiligten auch lehrreichen Projektjahren geht das mittlerweile an unserem Gymnasium schon fest etablierte Projekt „K.i.d.Z“ im nächsten Schuljahr bereits in sein viertes Jahr.

„K.i.d.Z.“ steht für Kompetent in die Zukunft und bezeichnet ein Kooperationsprojekt des Karl-von-Closen-Gymnasiums mit dem Geographischen Institut der Universität Innsbruck unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Stötter. Was einst vielleicht für manche als bloßes Klimaprojekt unter vielen anderen angesehen worden ist, hat sich mittlerweile zu einem so festen und professionellen Gesamtkonzept entwickelt, dass aus der bloßen Kooperation ein Vertragswerk geworden ist, welches nicht nur die mittelfristige Zusammenarbeit sicherstellt, sondern auch die Grundlage dafür ist, dass dieses Projekt im österreichischen Lehrplan für Geographie an höheren Schulen curricular verankert ist.

Nichtsdestotrotz sind es nach wie vor unsere SchülerInnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe, welche bei „K.i.d.Z“ im Fokus stehen und von denen dieses Projekt maßgeblich getragen und auch fortentwickelt wird. Inhaltlich zentral sind dabei Fragestellungen und Forschungsansätze, die sich mit Fragen des Klimawandels beschäftigen, aber auch mit den damit verbundenen Herausforderungen für die Zukunft. Immer mehr Gewicht erhält dabei der umweltethische Gedanke. Somit wird neben der Förderung von Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft auch die Werteerziehung im Rahmen unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit mit dem Projekt „K.i.d.Z“ erfüllt. Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Zusammenhang Herrn Magister Dürnberger als professionellen Umwelthethiker und Kooperationspartner gewinnen konnten, der seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut TTN in München tätig ist sowie zusätzlich am Messerli Forschungsinstitut zur Ethik der Mensch-Tier-Beziehung an der veterinärmedizinischen Universität Wien. Als weiterer renommierter Wissenschaftler unterstützt er unser Projekt nachhaltig und tatkräftig über den gesamten Projektverlauf hinweg. 

Der Universität Innsbruck geht es bei deren wissenschaftlichem Ansatz zum Klimawandel primär darum, den vorhersehbaren und abschätzbaren Klimawandel nicht ausschließlich als negativ zu erachten, sondern darin auch Chancen für die Zukunft zu sehen; so sind es gerade junge Heranwachsende als zukünftig Betroffene deren Wertebildung diesbezüglich insofern im Fokus stehen sollte, dass der umwelttechnische und -ethische Nachhaltigkeitsgedanke in die Tat umgesetzt werden kann. Dementsprechend stehen seit Beginn des Projekts im Schuljahr 2012/13 zwei Aufgabenstellungen im Mittelpunkt: Zum einen die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe für die Kernthematik des Klimawandels und dessen Folgen, welche zu einer fachlich-kognitiven Kompetenzerweiterung führen soll; zum anderen das Bewusstmachen von Wert- und Normvorstellungen für entsprechend nachhaltiges Umwelthandeln.

Um diese scheinbaren Mammutaufgaben bewältigen zu können, hat sich mittlerweile ein relativ „festes“ Programm über das gesamte Schuljahr hinweg etabliert, an dem die Achtklässler stets mit großem Interesse und Engagement teilnehmen:

Im Rahmen sog. „Pre-Tests“ werden die SchülerInnen zu Beginn des Schuljahres relativ unvoreingenommen einem von der Uni Innsbruck entwickelten Fragebogen unterzogen, der letztlich auf die Erfassung von Vorkenntnissen im Bereich der oben angesprochenen Kompetenzen abzielt. Im weiteren Verlauf der Projektphase wird schulintern und fächerübergreifend in beiden Schulhalbjahren an unterschiedlichen Aufgaben und Schwerpunkten im Zusammenhang mit Klimawandel gearbeitet. Die Schüler sollen hier selbsttätig ein fachbezogenes Thema bearbeiten, das in einem Halbjahr einen geisteswissenschaftlichen Bezug hat (Deutsch, Geschichte, Religion/Ethik) und im anderen Halbjahr einen naturwissenschaftlichen (Biologie, Chemie, Physik und Geographie). Ob das Ganze in einem klassischen Referat mündet oder aber in einer handlungsorientiert-kreativen Umsetzung (Film, Spielentwicklung,…), die am Ende des jeweiligen Halbjahres vorgestellt wird, bleibt den jungen Forschern selbst überlassen. Auch im Kunstunterricht erfolgt die Auseinandersetzung mit K.i.d.Z., wobei die Achtklässsler jeweils jahrgangsspezifische Projektlogos entwerfen sollten, von denen die besten in einer Wahl (Schüler und Lehrer) in ein jeweiliges Siegerlogo mündeten.

Nicht nur durch eine interne Einführungsveranstaltung sowie fortwährende Schülerinformationen und den Elternabend wird den Achtklässlern die Wichtigkeit der Thematik und auch das Ausmaß von K.i.d.Z. verdeutlicht, sondern auch durch einen Workshop von Magister Dürnberger, der den SchülerInnen darin den umweltethischen Gedanken recht anschaulich und plakativ nahebringt. Vor allem aber die offizielle „Kickoff-Veranstaltung“, bei der wir neben dem ohnehin schon namhaften Wissenschaftler- und Forscherteam der Universität Innsbruck bislang schon einige weltberühmte und überaus renommierte Gastredner bei uns in der Aula begrüßen durften, ist in jedem Jahr der eigentliche Startschuss in unser Projekt. So machte den Auftakt dabei im Jahrgang 2012/13 Prof. Dr. Mojib Latif, Leiter des Forschungsbereiches Ozeanzirkulation und Klimadynamik (Kiel). 2013/14 freute sich unsere ganze Schulfamilie über die Gastvorträge von Prof. Dr. Kaser (Mitglied des Klimarates) und Herrn Loster von der Münchener Rück-Stiftung. Zu einem vorläufigen Höhepunkt an Prominenz führte aber im dritten Durchlauf 2014/15 die Anwesenheit von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe III des Weltklimaberichts, und stellvertretender Direktor und Chefökonom des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung. Besonders beeindruckend für die SchülerInnen ist dabei sicherlich immer auch, dass sie diese „Größen“ der Klima(folgen)forschung auch fernab des öffentlichen Publikums in vorausgehenden Workshops bzw. Diskussionsrunden im Klassenzimmer hautnah erleben durften bzw. dürfen.

Höhepunkt von K.i.d.Z. ist jedoch trotz aller aufregenden Momente im Vorfeld unbestritten die gemeinsame, einwöchige Exkursion nach Obergurgl in der Gemeinde Sölden im hinteren Ötztal im Juli des jeweiligen Schuljahres. Begleitet von bis zu 12 Lehrkräften unserer Schule, vielen Universitätsangehörigen sowie im Schuljahr 2014/15 erstmals auch von 15 österreichischen Lehrkräften (ARGE-Lehrer, vergleichbar bei uns mit den Fachbetreuern an den MB-Dienststellen) nehmen die Achtklässer dabei vor Ort an unterschiedlichen Exkursionen und Workshops im hochalpinen Gelände teil.

Nach der Ankunft am Universitätszentrum Obergurgl sowie den weiteren zwei Pensionen in unmittelbarer Nähe, in denen unsere Schülerinnen und Schüler untergebracht sind, geht es auch schon ab zu einer ersten Erkundungstour in die umgebende Hochgebirgsregion. Angeleitet durch die Universitätsmitglieder begutachten die Achtklässler erstmals die für die meisten von ihnen ungewohnte Umgebung und notieren Fragen im Zusammenhang mit dem Jahresthema „Klimawandel" bzw. skizzieren ihre Eindrücke.

Ziel soll es dabei sein, dass sich diese Fragen im Laufe der Exkursionen der nachfolgenden beiden Tage klären lassen und der abschließende Blick in die Umgebung am Freitagvormittag nicht mehr mit so vielen bzw. bestenfalls gar keinen Fragezeichen mehr versehen ist. Am jeweils zweiten und dritten Tag durchlaufen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen jeweils eine wissenschaftlich geführte Station im Rahmen einer Halbtagesexkursion. Schwerpunkte sind dabei die Themen Tourismus, Vegetation und Boden, Wald sowie nicht zuletzt die von vielen mittlerweile als Höhepunkt der Exkursionswoche angesehene Gletschertour. Unter professioneller Leitung des Innsbrucker Teams erfolgt dabei eine Wanderung auf den „Spuren" des Klimawandels bis zum etwa drei Stunden Fußmarsch entfernten Gletscher (Rotmoos- oder Gaisberggletscher); auch die Gletscherzunge selbst darf dabei natürlich bewandert und wissenschaftlich begutachtet werden. Erstmals neu im laufenden Schuljahr wird auch der umweltethische Gedanke mit in das Exkursionskonzept vor Ort integriert, indem unter der Leitung renommierter Wissenschaftler die gleichnamige Station „Umweltethik" präsentiert wird.

Am Donnerstag gipfelt die ganze Veranstaltung letztlich in einem öffentlichen Präsentationsabend im Piccardsaal in Obergurgl, bei dem die SchülerInnen nicht nur das über das Schuljahr hinweg Erarbeitete und Entwickelte präsentieren dürfen, sondern auch die Erkenntnisse der beiden vorausgehenden Tage insofern anwenden können, indem sie mit Vertretern aus Wissenschaft, Tourismusbereich sowie Herrn Magister Dürnberger im Rahmen einer Podiumsdiskussion ins Gespräch kommen. Zu diesem Zweck dient der vorletzte Tag der strukturierten Aufarbeitung der erlernten Inhalte unter der Führung der begleitenden Lehrkräfte. Quasi nebenbei entwickelt eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern eine Zeitung, in der die Exkursionswoche nochmals aufgearbeitet wird und welche bereits jedem Achtklässler am Freitag auf dem Heimweg im Bus zur Verfügung steht.

Dass diese beinahe 5 Tage vor Ort sowie generell die gesamte Zeit der Auseinandersetzung mit dem K.i.d.Z-Projekt nicht nur äußerst gewinnbringend, sondern ganz in unserem Sinne auch nachhaltig ist, zeigt sich letztlich auch darin, dass im Schuljahr 2013/14 erstmals 9 SchülerInnen eines gleichnamigen P-Seminars der Q11 und Q12 unter der Leitung von StR Simon Schiller das Projekt tatkräftig begleitet und mitgestaltet haben. Trotz der Konkurrenz der etablierten „Fahrtenwoche" bevorzugten die Seminaristinnen und Seminaristen die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von K.i.d.Z. Eine Dreiergruppe entwickelte dabei eine eigene „Forschungsstation", welche dann auch entsprechend vor Ort als Station „Wald" durchgeführt worden ist. Eine weitere Gruppe war für die Abendgestaltung vor Ort zuständig, woraus sich eben in sehr kreativer Art und Weise Spielideen entwickelt haben, welche allesamt unter dem Motto „Klimawandel" standen. Die letzte Dreiergruppe war für die Dokumentation der Exkursion zuständig, was letztlich in einer Präsentation am Elternabend für die Nachfolgegeneration – K.i.d.Z. mündete. Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass diese P-Seminaridee fortgeführt werden kann, und zwar im Schuljahr 2015/16 mit maximal möglicher Teilnehmerzahl an Schülerinnen und Schülern, welche bereits als erster K.i.d.Z.-Jahrgang in der achten Klasse selbst die Erfahrung gemacht haben.

Alles in allem ist der Erfolg dieses Projekts insgesamt eine Gemeinschaftsproduktion von ganz vielen Mitwirkenden, wobei aber nicht zuletzt unsere Schülerinnen und Schüler der achten Klassen stets unter Beweis stellen, dass sie genau die Zielgruppe sind, mit denen sich die Vorstellungen und die eingangs erwähnte Konzeptidee auch durchsetzen und fortentwickeln lässt.

Ein besonderer Dank gilt aber auch den vielen beteiligten Lehrkräften, welche die Projektarbeiten im Vorfeld betreuen sowie den Kolleginnen und Kollegen, die vor Ort in Obergurgl für das Wohlergehen der Kinder sorgen. In diesem Zusammenhang geht ein herzliches Dankeschön auch an unseren Schulleiter Herrn Enghofer, der von Beginn an ein Förderer dieser Projektidee war und zu einem nicht unerheblichem Maß dazu beigetragen hat bzw. beiträgt, dass die Kooperation von Schule und Wissenschaft in solchem Ausmaß funktioniert und Früchte trägt.

Last but not least ist es aber der stellvertretende Schulleiter StD Heinz Hemberger als K.i.d.Z.-Koordinator, der zusammen mit Prof. Hans Stötter die Idee auf die Beine gestellt hat und mit immensem Zeitaufwand Jahr für Jahr dafür sorgt, dass dieses Projekt seinesgleichen sucht und stetig fortentwickelt wird.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, die Ideen der Folgegenerationen und sind überzeugt davon, dass K.i.d.Z. die Leitgedanken moderner Bildungs- und Erziehungsarbeit nachhaltig verwirklicht.

StR Simon Schiller, Co-Koordinator K.i.d.Z.


k.i.d.Z.21 – kompetent in die ZukunftLogo Klimaenergiefonds
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Austrian Climate Research Programme" durchgeführt.

http://kidz.ccca.ac.at

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 11. August 2015 18:02

Obergurglzeitung 2015

Hier finden Sie die 2015 von den Schülern in Obergurgl erstellte Zeitung als pdf-Download.


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 11. August 2015 18:02

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Tel.: (08721) 126200
Fax: (08721) 126228

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Lage und Anfahrt

Anfahrt zum KvCEggenfelden ist über die B388 von Vilsbiburg bzw. Pfarrkirchen leicht zu erreichen.

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