Menü
StartseiteK.i.d.Z. 21vergangene JahreDas hintere Ötztal ruft – Kooperationsprojekt K.i.d.Z. 21 bereits drei Mal erfolgreich durchgeführt

Das hintere Ötztal ruft – Kooperationsprojekt K.i.d.Z. 21 bereits drei Mal erfolgreich durchgeführt

K.i.d.Z.21-Logo 2012/13
K.i.d.Z.21-Logo 2013/14
K.i.d.Z.21-Logo 2014/15

Nach den ersten drei überaus erfolg- und für alle Beteiligten auch lehrreichen Projektjahren geht das mittlerweile an unserem Gymnasium schon fest etablierte Projekt „K.i.d.Z“ im nächsten Schuljahr bereits in sein viertes Jahr.

„K.i.d.Z.“ steht für Kompetent in die Zukunft und bezeichnet ein Kooperationsprojekt des Karl-von-Closen-Gymnasiums mit dem Geographischen Institut der Universität Innsbruck unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Stötter. Was einst vielleicht für manche als bloßes Klimaprojekt unter vielen anderen angesehen worden ist, hat sich mittlerweile zu einem so festen und professionellen Gesamtkonzept entwickelt, dass aus der bloßen Kooperation ein Vertragswerk geworden ist, welches nicht nur die mittelfristige Zusammenarbeit sicherstellt, sondern auch die Grundlage dafür ist, dass dieses Projekt im österreichischen Lehrplan für Geographie an höheren Schulen curricular verankert ist.

Nichtsdestotrotz sind es nach wie vor unsere SchülerInnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe, welche bei „K.i.d.Z“ im Fokus stehen und von denen dieses Projekt maßgeblich getragen und auch fortentwickelt wird. Inhaltlich zentral sind dabei Fragestellungen und Forschungsansätze, die sich mit Fragen des Klimawandels beschäftigen, aber auch mit den damit verbundenen Herausforderungen für die Zukunft. Immer mehr Gewicht erhält dabei der umweltethische Gedanke. Somit wird neben der Förderung von Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft auch die Werteerziehung im Rahmen unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit mit dem Projekt „K.i.d.Z“ erfüllt. Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Zusammenhang Herrn Magister Dürnberger als professionellen Umwelthethiker und Kooperationspartner gewinnen konnten, der seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut TTN in München tätig ist sowie zusätzlich am Messerli Forschungsinstitut zur Ethik der Mensch-Tier-Beziehung an der veterinärmedizinischen Universität Wien. Als weiterer renommierter Wissenschaftler unterstützt er unser Projekt nachhaltig und tatkräftig über den gesamten Projektverlauf hinweg. 

Der Universität Innsbruck geht es bei deren wissenschaftlichem Ansatz zum Klimawandel primär darum, den vorhersehbaren und abschätzbaren Klimawandel nicht ausschließlich als negativ zu erachten, sondern darin auch Chancen für die Zukunft zu sehen; so sind es gerade junge Heranwachsende als zukünftig Betroffene deren Wertebildung diesbezüglich insofern im Fokus stehen sollte, dass der umwelttechnische und -ethische Nachhaltigkeitsgedanke in die Tat umgesetzt werden kann. Dementsprechend stehen seit Beginn des Projekts im Schuljahr 2012/13 zwei Aufgabenstellungen im Mittelpunkt: Zum einen die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe für die Kernthematik des Klimawandels und dessen Folgen, welche zu einer fachlich-kognitiven Kompetenzerweiterung führen soll; zum anderen das Bewusstmachen von Wert- und Normvorstellungen für entsprechend nachhaltiges Umwelthandeln.

Um diese scheinbaren Mammutaufgaben bewältigen zu können, hat sich mittlerweile ein relativ „festes“ Programm über das gesamte Schuljahr hinweg etabliert, an dem die Achtklässler stets mit großem Interesse und Engagement teilnehmen:

Im Rahmen sog. „Pre-Tests“ werden die SchülerInnen zu Beginn des Schuljahres relativ unvoreingenommen einem von der Uni Innsbruck entwickelten Fragebogen unterzogen, der letztlich auf die Erfassung von Vorkenntnissen im Bereich der oben angesprochenen Kompetenzen abzielt. Im weiteren Verlauf der Projektphase wird schulintern und fächerübergreifend in beiden Schulhalbjahren an unterschiedlichen Aufgaben und Schwerpunkten im Zusammenhang mit Klimawandel gearbeitet. Die Schüler sollen hier selbsttätig ein fachbezogenes Thema bearbeiten, das in einem Halbjahr einen geisteswissenschaftlichen Bezug hat (Deutsch, Geschichte, Religion/Ethik) und im anderen Halbjahr einen naturwissenschaftlichen (Biologie, Chemie, Physik und Geographie). Ob das Ganze in einem klassischen Referat mündet oder aber in einer handlungsorientiert-kreativen Umsetzung (Film, Spielentwicklung,…), die am Ende des jeweiligen Halbjahres vorgestellt wird, bleibt den jungen Forschern selbst überlassen. Auch im Kunstunterricht erfolgt die Auseinandersetzung mit K.i.d.Z., wobei die Achtklässsler jeweils jahrgangsspezifische Projektlogos entwerfen sollten, von denen die besten in einer Wahl (Schüler und Lehrer) in ein jeweiliges Siegerlogo mündeten.

Nicht nur durch eine interne Einführungsveranstaltung sowie fortwährende Schülerinformationen und den Elternabend wird den Achtklässlern die Wichtigkeit der Thematik und auch das Ausmaß von K.i.d.Z. verdeutlicht, sondern auch durch einen Workshop von Magister Dürnberger, der den SchülerInnen darin den umweltethischen Gedanken recht anschaulich und plakativ nahebringt. Vor allem aber die offizielle „Kickoff-Veranstaltung“, bei der wir neben dem ohnehin schon namhaften Wissenschaftler- und Forscherteam der Universität Innsbruck bislang schon einige weltberühmte und überaus renommierte Gastredner bei uns in der Aula begrüßen durften, ist in jedem Jahr der eigentliche Startschuss in unser Projekt. So machte den Auftakt dabei im Jahrgang 2012/13 Prof. Dr. Mojib Latif, Leiter des Forschungsbereiches Ozeanzirkulation und Klimadynamik (Kiel). 2013/14 freute sich unsere ganze Schulfamilie über die Gastvorträge von Prof. Dr. Kaser (Mitglied des Klimarates) und Herrn Loster von der Münchener Rück-Stiftung. Zu einem vorläufigen Höhepunkt an Prominenz führte aber im dritten Durchlauf 2014/15 die Anwesenheit von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe III des Weltklimaberichts, und stellvertretender Direktor und Chefökonom des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung. Besonders beeindruckend für die SchülerInnen ist dabei sicherlich immer auch, dass sie diese „Größen“ der Klima(folgen)forschung auch fernab des öffentlichen Publikums in vorausgehenden Workshops bzw. Diskussionsrunden im Klassenzimmer hautnah erleben durften bzw. dürfen.

Höhepunkt von K.i.d.Z. ist jedoch trotz aller aufregenden Momente im Vorfeld unbestritten die gemeinsame, einwöchige Exkursion nach Obergurgl in der Gemeinde Sölden im hinteren Ötztal im Juli des jeweiligen Schuljahres. Begleitet von bis zu 12 Lehrkräften unserer Schule, vielen Universitätsangehörigen sowie im Schuljahr 2014/15 erstmals auch von 15 österreichischen Lehrkräften (ARGE-Lehrer, vergleichbar bei uns mit den Fachbetreuern an den MB-Dienststellen) nehmen die Achtklässer dabei vor Ort an unterschiedlichen Exkursionen und Workshops im hochalpinen Gelände teil.

Nach der Ankunft am Universitätszentrum Obergurgl sowie den weiteren zwei Pensionen in unmittelbarer Nähe, in denen unsere Schülerinnen und Schüler untergebracht sind, geht es auch schon ab zu einer ersten Erkundungstour in die umgebende Hochgebirgsregion. Angeleitet durch die Universitätsmitglieder begutachten die Achtklässler erstmals die für die meisten von ihnen ungewohnte Umgebung und notieren Fragen im Zusammenhang mit dem Jahresthema „Klimawandel" bzw. skizzieren ihre Eindrücke.

Ziel soll es dabei sein, dass sich diese Fragen im Laufe der Exkursionen der nachfolgenden beiden Tage klären lassen und der abschließende Blick in die Umgebung am Freitagvormittag nicht mehr mit so vielen bzw. bestenfalls gar keinen Fragezeichen mehr versehen ist. Am jeweils zweiten und dritten Tag durchlaufen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen jeweils eine wissenschaftlich geführte Station im Rahmen einer Halbtagesexkursion. Schwerpunkte sind dabei die Themen Tourismus, Vegetation und Boden, Wald sowie nicht zuletzt die von vielen mittlerweile als Höhepunkt der Exkursionswoche angesehene Gletschertour. Unter professioneller Leitung des Innsbrucker Teams erfolgt dabei eine Wanderung auf den „Spuren" des Klimawandels bis zum etwa drei Stunden Fußmarsch entfernten Gletscher (Rotmoos- oder Gaisberggletscher); auch die Gletscherzunge selbst darf dabei natürlich bewandert und wissenschaftlich begutachtet werden. Erstmals neu im laufenden Schuljahr wird auch der umweltethische Gedanke mit in das Exkursionskonzept vor Ort integriert, indem unter der Leitung renommierter Wissenschaftler die gleichnamige Station „Umweltethik" präsentiert wird.

Am Donnerstag gipfelt die ganze Veranstaltung letztlich in einem öffentlichen Präsentationsabend im Piccardsaal in Obergurgl, bei dem die SchülerInnen nicht nur das über das Schuljahr hinweg Erarbeitete und Entwickelte präsentieren dürfen, sondern auch die Erkenntnisse der beiden vorausgehenden Tage insofern anwenden können, indem sie mit Vertretern aus Wissenschaft, Tourismusbereich sowie Herrn Magister Dürnberger im Rahmen einer Podiumsdiskussion ins Gespräch kommen. Zu diesem Zweck dient der vorletzte Tag der strukturierten Aufarbeitung der erlernten Inhalte unter der Führung der begleitenden Lehrkräfte. Quasi nebenbei entwickelt eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern eine Zeitung, in der die Exkursionswoche nochmals aufgearbeitet wird und welche bereits jedem Achtklässler am Freitag auf dem Heimweg im Bus zur Verfügung steht.

Dass diese beinahe 5 Tage vor Ort sowie generell die gesamte Zeit der Auseinandersetzung mit dem K.i.d.Z-Projekt nicht nur äußerst gewinnbringend, sondern ganz in unserem Sinne auch nachhaltig ist, zeigt sich letztlich auch darin, dass im Schuljahr 2013/14 erstmals 9 SchülerInnen eines gleichnamigen P-Seminars der Q11 und Q12 unter der Leitung von StR Simon Schiller das Projekt tatkräftig begleitet und mitgestaltet haben. Trotz der Konkurrenz der etablierten „Fahrtenwoche" bevorzugten die Seminaristinnen und Seminaristen die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von K.i.d.Z. Eine Dreiergruppe entwickelte dabei eine eigene „Forschungsstation", welche dann auch entsprechend vor Ort als Station „Wald" durchgeführt worden ist. Eine weitere Gruppe war für die Abendgestaltung vor Ort zuständig, woraus sich eben in sehr kreativer Art und Weise Spielideen entwickelt haben, welche allesamt unter dem Motto „Klimawandel" standen. Die letzte Dreiergruppe war für die Dokumentation der Exkursion zuständig, was letztlich in einer Präsentation am Elternabend für die Nachfolgegeneration – K.i.d.Z. mündete. Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass diese P-Seminaridee fortgeführt werden kann, und zwar im Schuljahr 2015/16 mit maximal möglicher Teilnehmerzahl an Schülerinnen und Schülern, welche bereits als erster K.i.d.Z.-Jahrgang in der achten Klasse selbst die Erfahrung gemacht haben.

Alles in allem ist der Erfolg dieses Projekts insgesamt eine Gemeinschaftsproduktion von ganz vielen Mitwirkenden, wobei aber nicht zuletzt unsere Schülerinnen und Schüler der achten Klassen stets unter Beweis stellen, dass sie genau die Zielgruppe sind, mit denen sich die Vorstellungen und die eingangs erwähnte Konzeptidee auch durchsetzen und fortentwickeln lässt.

Ein besonderer Dank gilt aber auch den vielen beteiligten Lehrkräften, welche die Projektarbeiten im Vorfeld betreuen sowie den Kolleginnen und Kollegen, die vor Ort in Obergurgl für das Wohlergehen der Kinder sorgen. In diesem Zusammenhang geht ein herzliches Dankeschön auch an unseren Schulleiter Herrn Enghofer, der von Beginn an ein Förderer dieser Projektidee war und zu einem nicht unerheblichem Maß dazu beigetragen hat bzw. beiträgt, dass die Kooperation von Schule und Wissenschaft in solchem Ausmaß funktioniert und Früchte trägt.

Last but not least ist es aber der stellvertretende Schulleiter StD Heinz Hemberger als K.i.d.Z.-Koordinator, der zusammen mit Prof. Hans Stötter die Idee auf die Beine gestellt hat und mit immensem Zeitaufwand Jahr für Jahr dafür sorgt, dass dieses Projekt seinesgleichen sucht und stetig fortentwickelt wird.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, die Ideen der Folgegenerationen und sind überzeugt davon, dass K.i.d.Z. die Leitgedanken moderner Bildungs- und Erziehungsarbeit nachhaltig verwirklicht.

StR Simon Schiller, Co-Koordinator K.i.d.Z.


k.i.d.Z.21 – kompetent in die ZukunftLogo Klimaenergiefonds
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Austrian Climate Research Programme" durchgeführt.

http://kidz.ccca.ac.at

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 11. August 2015 18:02

Logo RfM

Werbung im Jahresbericht

Sie haben Interesse im nächsten Jahresbericht unserer Schule eine Werbeanzeige zu schalten?

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unser

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Adresse/ Kontakt

Ultimate Browsers SupportKarl-von-Closen-Gymnasium
Gerner Allee 1
84307 Eggenfelden
Tel.: (08721) 126200
Fax: (08721) 126228

Alle Kontaktdaten ...

Lage und Anfahrt

Anfahrt zum KvCEggenfelden ist über die B388 von Vilsbiburg bzw. Pfarrkirchen leicht zu erreichen.

Lesen Sie weiter ...

Go to top