Am 09. März 2026 nahm das W-Seminar im Fach Katholische Religionslehre an einem medienpädagogischen Workshop im NS-Dokumentationszentrum München teil. Der Workshop setzte sich mit den Themen Propaganda, Desinformation und Medienkompetenz auseinander.
Das NS-Dokumentationszentrum befindet sich am historischen Standort des ehemaligen „Braunen Hauses“, der Parteizentrale der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP). In der Umgebung des Königsplatz befand sich zwischen 1933 und 1945 ein weitläufiges Parteiviertel mit zahlreichen Verwaltungsstellen des nationalsozialistischen Regimes. Heute dient das Dokumentationszentrum als wichtiger Lern- und Erinnerungsort zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus.
Der Workshop wurde gemeinsam vom NS-Dokumentationszentrum und den BR-Medienkompetenzprojekten des Bayerischer Rundfunk organisiert. Der Historiker Thomas Rink und die Journalistin Elke Dillmann erläuterten anhand zahlreicher Beispiele, wie Propaganda und Desinformation in der Zeit des Nationalsozialismus funktionierten und in welchen Formen sie auch heute auftreten. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern diskutierten sie, warum Menschen für Manipulation anfällig sein können und welche Rolle Medien dabei spielen.
Im praktischen Teil des Workshops entwickelten die Jugendlichen Strategien, um Informationen zu recherchieren, Quellen zu prüfen und Inhalte kritisch zu bewerten. Anschließend produzierten sie in der Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums eigene Kurzvideos zu verschiedenen Aspekten des Themas.
Der Workshop verband auf anschauliche Weise historische Forschung mit der Analyse aktueller Medienphänomene. Durch die praktische Arbeit mit Videoformaten konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihr historisches Wissen vertiefen, sondern zugleich wichtige Kompetenzen im Umgang mit Informationen und digitalen Medien erwerben.



