Am 13. April 2026 starteten wir – eine Gruppe von 15 Schülerinnen und Schülern und unseren begleitenden Lehrkräften Frau Weindler und Herrn Nieberle – unser diesjähriges Austauschprogramm zwischen dem Karl-von-Closen-Gymnasium Eggenfelden und dem Magyar-Angol-Tannyelvű Gimnázium in Balatonalmádi am Plattensee. Leider nahmen in diesem Jahr nicht genügend ungarische Austauschpartner teil, sodass sich einige von uns ohne festen Partner auf den Weg machten. Die Anreise erfolgte mit dem Zug – eine lange und anstrengende Fahrt voller Vorfreude, die mit einem besonders herzlichen Empfang am Ziel endete.
Unser „Lager“ war unter der Woche das Schülerwohnheim, von dem aus wir die Stadt, die Schule und den See erkundeten. Auf unserem Programm standen einige spannende Aktivitäten und Ausflüge, die uns die ungarische Kultur und das Leben dort näherbringen sollten: Ein Tagesausflug nach Budapest führte uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Bei den Unterrichtsbesuchen lernten wir das ungarische Schulsystem kennen und kamen mit Gleichaltrigen ins Gespräch. Zwischendurch arbeiteten wir immer wieder an dem diesjährigen Projekt, einem deutsch-ungarischen Kochbuch.
Auch die Region rund um den Plattensee erkundeten wir: In Veszprém, der Kulturhauptstadt Europas 2023, besichtigten wir die Altstadt. Natürlich kam der Plattensee selbst nicht zu kurz. An sonnigen, freien Nachmittagen genossen wir die Zeit mit Volleyballspielen, entspanntem Liegen am Ufer und dem Gang ins kalte Wasser, der natürlich auch nicht fehlen durfte. Sportliche Aktivitäten wie das Volleyballspielen und ein Fußballspiel gegen ungarische Schülerinnen und Schüler stärkten die Beziehungen untereinander.
Die Abende waren ebenso abwechslungsreich wie stimmungsvoll. Besonders in Erinnerung blieben ein Grillabend mit den Austauschpartnern und ein fröhlicher Volkstanzabend, bei dem wir traditionelle Tänze ausprobierten – anfangs zögerlich, dann mit immer mehr Begeisterung.
Das Wochenende teilte die Gruppe: Etwa die Hälfte wohnte bei ihren Gastfamilien, lernte den ungarischen Alltag kennen und probierte typische Gerichte. Wer keinen Austauschpartner hatte, zog für diese Zeit in eine andere Unterkunft ein. So erlebte jeder das Wochenende auf seine Weise – in einer Gastfamilie oder in Gemeinschaft mit den Mitschülerinnen und Mitschülern. Doch egal, wo man untergebracht war, alle machten wertvolle, persönliche Erfahrungen und erlebten eine spannende, aufregende und schöne Zeit, die uns alle mehr zusammenschweißte und unsere Gemeinschaft stärkte.
Am Montag, den 20. April 2026, traten wir dann mit der Bahn wieder die Rückreise nach Eggenfelden an – im Gepäck viele neue Freundschaften, Eindrücke und die Vorfreude auf den Gegenbesuch. Der Austausch hatte uns gezeigt, wie bereichernd es ist, Sprache und Kultur nicht nur im Unterricht, sondern ganz unmittelbar im Alltag zu begegnen.
Ein großes Dankeschön gilt unseren begleitenden Lehrkräften Frau Weindler und Herrn Nieberle sowie den ungarischen Unterstützenden vor Ort.
Stephanie Meier, 10b


