Gentechnik zum Anfassen – Schüler des Gymnasiums Eggenfelden erforschen ihr „Schlaf-Gen“
Am 14. Januar 2026 durften die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Biologie der 12. und 13. Jahrgangsstufe ein spannendes Gentechnik‑Praktikum erleben. Unter der Leitung von Frau Dr. Tatjana Tannenberg (KUMAX Burghausen) untersuchten sie, ob sie genetisch eher zu den Frühaufstehern („Lerchen“) oder Langschläfern („Eulen“) gehören.
Dabei stand das Per3‑Gen im Mittelpunkt. Es entscheidet mit, ob jemand morgens fit oder eher nachtaktiv ist – Lerchen besitzen darin fünf, Eulen vier Wiederholungen einer bestimmten DNA‑Sequenz. Nachdem die Schüler zunächst selbst DNA aus ihren Mundschleimhautzellen gewonnen hatten, folgten klassische molekularbiologische Arbeitsschritte: DNA‑Extraktion, PCR‑Vervielfältigung und anschließende Analyse per Gelelektrophorese.
Mit großem Interesse verglichen die Teilnehmer ihre genetischen Ergebnisse mit der vorherigen Selbsteinschätzung per Fragebogen – oft mit überraschenden Resultaten. Sogar den einen oder anderen Jubelschrei konnte man hören, gab es doch für manche nun einen wissenschaftlichen Nachweis, vielleicht doch zum Langschläfer geboren zu sein- ein gewichtiges Argument gegenüber den Eltern, wenn es um das ausgedehnte Ausschlafen, zumindest an den freien Tagen, geht. Das häufigste Ergebnis war allerdings der gemischte Schlaftyp, dessen Vertreter dann als „Tauben“ bezeichnet werden.
Ein herzlicher Dank gilt Frau Dr. Tatjana Tannenberg für die kompetente und begeisternde Anleitung des technisch aufwändigen Praktikums am KVC.
Ein rundum gelungener Tag, der eindrucksvoll zeigte, wie lebendig und praxisnah moderner Biologieunterricht am Gymnasium Eggenfelden sein kann.







