Besuch beim 4. ScienceSlam Gendorf

Nachdem die jüngeren Schüler in diesem Schuljahr bereits die FORSCHA in München besuchen durften, erhielten die größeren Schüler die Chance, einen ScienceSlam zu erleben. Der Chemiepark Gendorf veranstaltet bereits zum vierten Mal diesen Wettbewerb, bei dem fünf junge Wissenschaftler einem großen Publikum ihr Forschungsgebiet in einem zehnminütigen Vortrag nahebringen können. Der Schwerpunkt liegt aber, anders als sonst bei wissenschaftlichen Vorträgen, nicht alleine auf der Vermittlung von Wissen, sondern auch darin, das Wissen möglichst unterhaltsam, spannend und lustig zu präsentieren. Gespannt erwartete die Gruppe der 24 Schülerinnen und Schüler des KvC den Einlass und war erst einmal überrascht, wie groß das Ganze doch aufgezogen war: Die 800 Sitzplätze im Betriebsrestaurant des Chemieparks waren voll besetzt mit Publikum aller Altersschichten. Auf der großen Bühne durften zunächst die Sieger der Junior-Sparte des ScienceSlam, zwei Schüler vom König-Karlmann-Gymnasium Altötting, ihren Slam rund um das Thema alkoholfreies Bier vortragen. Dann begann der eigentliche Wettbewerb: Vom Recycling von Autos zu „Sand“ über einen Dust-Buster, der weiße Katzen elektrostatisch auflud und in schwarze Katzen verwandelte bis hin zur Frage, wie viele Orchester Deutschland braucht und tindernden Mikroalgen war alles dabei. Mit großem Vergnügen verfolgten die Zuschauer, wie sich die Wissenschaftler ins Zeug legten und mit vollem Körpereinsatz und viel Witz in zum Teil atemberaubendem Tempo ihre Themen vorstellten.

Die Schülerinnen und Schüler waren während der Veranstaltung auch gleich noch als Teil der Zuschauer-Jury tätig und durften für jeden Teilnehmer Punkte in den Kategorien Science und Slam vergeben – eine gar nicht so einfache Entscheidung, wie sie in der Diskussion mit den anderen Zuhörern schnell feststellten.

Nach einem Wissens-Quiz wurde schließlich mit der Publikumswertung der Sieger gekürt, den „goldenen Kolben“ durfte die Biologie- Doktorandin Ulrike Neumann mit nach Hause nehmen – und wir nahmen viele Eindrücke von ungewöhnlichen, äußerst unterhaltsamen aber dennoch wissenschaftlich anspruchsvollen Referaten mit nach Hause!

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